Berner Oberländer

Er weiss, wo der Schuh drückt

LatterbachDer Familie Balmer liegt die Schuh­macherei im Blut. Schon in dritter Generation ist Clemens Balmer Orthopädieschuh­machermeister, sprüht vor neuen Ideen und sucht für jedes Problem die optimale Lösung.

Grossvater Joseph Balmer gründete 1955 ursprünglich in Saanen sein Schuhmacheratelier. Zwanzig Jahre später zog er nach Latterbach um, wo 1993 der Vater Oscar Balmer das Bergsportgeschäft übernahm. Mit der Gründung der Balmer Orthopädie-Schuhtechnik GmbH im November 2016 durch Clemens Balmer wird nun das Angebot des Bergsportzen­trums in Latterbach erweitert.

Für alle das Passende

«Schmerzfreie Füsse bedeuten Lebensqualität», sagt der 27-jährige Clemens Balmer. Bei Fussproblemen können individuell angepasste Schuhe und orthopädische Einlagen einen wesentlichen Beitrag zum Wohlbefinden leisten. Oftmals leiden die be­troffenen Leute aber unnötig ­lange, denn kaum jemand sei sich bewusst, dass mit einem ent­sprechenden Arztzeugnis die Versicherungen die Kosten übernehmen.

Der Fachmann ist für sämtliche orthopädieschuhtechnischen Hilfsmittel anerkannt. Balmers Angebot reicht von Einlagen über Massschuhe bis hin zu Unterschenkel-Orthesen (medizinische Hilfsmittel zur Stabilisierung oder Korrektur). Durch die Zusammenarbeit mit Balmer Bergsport stehe ihm ausserdem eine grosse Auswahl an orthopädisch anpass­baren Schuhen zur Verfügung.

Balmer freut sich sehr über positive Rückmeldungen, wie kürzlich von einer Kundin, die ihm Feriengrüsse von den Kapverdischen Inseln zukommen liess und ihm für das hervorragend angepasste Schuhwerk dankte. Genau dies ist sein Ziel, stets die bestmögliche Lösung für den Kunden zu finden. Dazu ist genügend Zeit für Beratung und Abklärungen nötig und die Voranmeldung ratsam. (Berner Zeitung)

(Erstellt: 13.01.2017, 08:12 Uhr)

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Brandsohlenform

Die richtige Brandsohlenform

Wieso ist die Anpassung der Brandsohlenform so wichtiG?

Was ist eine Brandsohle?

Die Brandsohle ist die Sohle auf der der Fuss im Schuh steht oder auf welcher die Einlegesohle oder Einlage im Schuh zu liegen kommt.

 

 

Wozu braucht es die Brandsohle?

Die Brandsohle hält den Schuh zusammen. Es ist die Basis des Schuhs und alle anderen Teile werden daran befestigt. Mit ihrer Form gibt sie die gesamte Form des Schuhs vor und stellt die Standfläche dar auf welcher der Fuss letztendlich steht.

 

 

Wie sollte eine richtige Brandsohlenform aussehen?

Die richtige Form der Brandsohle ist entscheidend für die Passform des Schuhs. Sie sollte dem Fuss angepasst sein.

 

Löst die richtige Brandsohlenform alle Probleme?

Nein. Neben der richtigen Brandsohlenform ist auch das Volumen des Oberschuhes (Leistenform), die Materialwahl des Schaftes, die Stabilisierungen, sowie die Abrollung und die Fussbettung (Einlage) entscheidend. Eine gut passende Brandsohle ist allerdings Grundvoraussetzung, für alle anderen Anpassungen.

 

 

Wie kann die Brandsohle angepasst werden?

Wenn es darum geht bei einem bestehenden Schuh die Brandsohle auf den Fuss anzupassen gibt es verschiedene Möglichkeiten:

1. Die Brandsohle wird verschnitten oder aufgesägt und mit Hilfe einer Schablone oder eines Leistens auf die gewünschte Form modelliert. Anschliessend wir die Brandsohle mit einem Klebstoff oder PU-Schaum in ihrer neuen Form fixiert.

2. Der Schuh wird komplett auseinander genommen und der Schuh wird über einen Massleisten und eine Massbrandsohle neu gezwickt.

 

 

Wann sollte die Brandsohlenform angepasst werden?

Wenn aufgrund unpassender Schuhe Fussprobleme entstehen oder wenn z.B. bei einem Sportschuh auf maximalen Komfort und Passform Wert gelegt wird, sollte eine Schuhanpassung ins Auge gefasst werden.

Die Brandsohlenanpassung ist bei uns integrierter Bestandteil jeder Schuhanpassung.

 

 

Wer bezahlt eine Schuhanpassung?

Vom Arzt als Orthopädische Schuhzurichtung oder Orthopädische Serienschuhe verordnet werden diese von den Versicherungen übernommen.

Privat bezahlt kostet die Anpassung der Brandsohlenform zwischen CHF 150-600 je nach Aufwand.

 

Merkmale einer Passenden Brandsohlenform

  • ca 1.5-2cm länger als der Fuss
  • Ballenbreite aussen passend, innen leicht unterzogen
  • Grosszehe leicht angeschnitten
  • genug Platz für kleine Zehe
Brandsohle Standard Balmer Podogramm Fussabdruck

Beispiele aus der Praxis

Brandsohle breiter Fuss Balmer Podogramm Fussabdruck

Breiter Fuss

Ausgangslage:

Schuh ist entweder vorne zu schmal oder aber, wenn die Vorfussbreite stimmt, zu lang und der Fersenhalt fehlt.

Standardbrandsohle ist bei richtiger Länge viel zu schmal.

 

Mögliche Probleme:

Ballenbrennen, Schmerzen und evtl. Entzündungen der Knochen, Schleimbeutel und Nerven im Ballenbereich, Hallux Valgus, Quintus Varus, Bursitis, Mortonsches Neurom.

 

Benötigte Anpassungen:

Brandsohle und Schuh muss bei Fussbeschwerden im Ballenbereich unbedingt auf die Fussbreite angepasst werden.

Dabei ist darauf zu achten, dass der Halt im Rückfuss nicht verloren geht.


Brandsohle schmaler Fuss Balmer Podogramm Fussabdruck

Schmaler Fuss

Ausgangslage:

Schuh drückt auf die Zehen und bietet zu wenig Halt im Rückfuss.

Standardbrandsohle ist zu kurz und zu breit.

 

Mögliche Probleme:

Blasen und Scheuerstellen, Zehenprobleme wie Hammer- oder Krallenzehen und Ballenbrennen. Hallux Valgus, Quintus Varus, Bursitis, Mortonsches Neurom.

 

Benötigte Anpassungen:

 

Schuh muss länger gewählt werden, Der optimale Fersenhalt muss mit Hilfe einer Brandsohlenanpassung und/oder Einlage (Fussbettung) erreicht werden.


Brandsohle Knickfuss Hallux Valgus Balmer Podogramm Fussabdruck

Knickfuss mit Hallux Valgus

Ausgangslage:

Schuh ist entweder vorne zu schmal und drückt auf die 5. Zehe oder aber, wenn die Vorfussbreite stimmt, hinten zu weit. Schuh wird nach innen zusammengedrückt.

 

Mögliche Probleme:

Druckstellen an Hallux Valgus und Zehen 3-5. Ballenbrennen, Mortonsches Neurom, Scheuerstellen und Blasen im Fersenbereich.

Probleme des Knickfusses: Knieschmerzen, Entzündung des M. tibialis posterior, Sprunggelenksbeschwerden.

 

 

Benötigte Anpassungen:

Vorfussform muss leicht abduziert werden, um genügend Platz für die Zehen zu schaffen, Innenballen braucht ca 5mm mehr Breite.

Rückfuss muss mit Hilfe einer Einlage oder Fussbettung stabilisiert werden.


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